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Recap Woche 50: So langsam wird es ernst...

  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Es ist so krass, wie schnell gerade die letzten Wochen vergangen sind! Gefühlt war vor einem Augenblick noch Mitte Juli und jetzt sind es nicht mal mehr zwei Wochen, bis ich zurück in Deutschland bin...

Um die letzte Zeit hier noch zu genießen, habe ich einen Plan gemacht mit Dingen, die ich vor meiner Rückkehr nochmal machen möchte. Ein Teil davon sind auch Treffen mit Freund:innen, die ich vor meiner Abreise nochmal sehen möchte🥹

So habe ich mich am Samstagabend mit B Lay verabredet. Wir waren zusammen Frühlingsrollen essen. Das Restaurant, in dem wir waren, ist relativ bekannt für seine Frühlingsrollen, weil es eben deren Spezialität ist. Und das hat man auch geschmeckt, sie waren echt lecker!



Sonntags habe ich mich dann von B Sokunthea verabschiedet. Wir waren gemeinsam in einem Café. Das Besondere an diesem Café ist, dass es eine Art kleines Museum ist, weil dort viele alte Gerätschaften - und sogar ein altes Moped - aufbewahrt und ausgestellt werden, was dem ganzen eine besondere Atmosphäre verleiht.

Da ich noch Urlaubstage übrig hatte, habe ich mir diese und nächste Woche je einen Tag freigenommen. Den Mittwoch habe ich also genutzt, um mir das Nationalmuseum anzuschauen - dazu bin ich bisher noch nicht gekommen 😅. Das Museum ist recht klein und dafür finde ich den Eintritt von 10 USD ganz schön teuer, aber interessant ist es trotzdem. In einem Bereich des Museums wurden bspw. einige Statuen ausgestellt, die von einem berüchtigten US-amerikanischen Kunstdieb aus den Tempeln gestohlen und mit gefälschten Papieren international verkauft wurden. Leider starb der Schmuggler, bevor er sich vor Gericht für seine Verbrechen verantworten musste. Erst 2015 wurden einige der gestohlenen Statuen an Kambodscha zurückgegeben - und sind wie gesagt nun im Nationalmuseum zu sehen. Zahlreiche der gestohlenen Stücke sind aber immer noch über die Welt verteilt - in öffentlichen und privaten Kunstsammlungen. An diesem Beispiel zeigen sich einmal mehr die Überreste kolonialer Denkweisen und Strukturen, die auch nach der Unabhängigkeit Kambodschas (bis heute) weiter bestehen.





Nach meinem Besuch im Nationalmuseum hatte ich eine ganz besondere Verabredung. B Salina hat mich zur Verteidigung ihrer Bachelor-Arbeit eingeladen! Auch wenn ich mangels Khmer-Kenntnisse inhaltlich nichts verstanden habe, war es für mich eine große Ehre, so einen besonderen Moment mit ihr zu teilen 🥰

Danach bin ich zurück nach Hause gelaufen. Auf dem Weg habe ich mir nochmal Nom Krouk gekauft - wer weiß schon, wann ich das nächste Mal die Gelegenheit bekomme, Nom Krouk zu essen? Tatsächlich sind Nom Krouk nämlich etwas, wo ich noch nicht so recht weiß, wie ich das in Deutschland machen kann 🤔


Aber erstmal zu der Frage, was Nom Krouk eigentlich sind: Nom Krouk sind gebackene Reisbällchen. Gemacht werden sie aus Reismehl, das mit Wasser und Knoblauchschnittlauch gemischt wird. Der Teig wird dann in eine Backform gegeben, wo quasi immer halbe Bällchen gebacken werden. Wenn das halbe Bällchen eine feste Kruste bekommen hat, wird es auf ein anderes halbes Bällchen gestürzt, sodass man am Ende ein ganzes Reisbällchen hat.



Gegessen werden Nom Krouk mit Chili und Kokosmilch. Diese Kombi klingt vielleicht erstmal ungewohnt, aber die Mischung aus der Süße der Kokosmilch und der Schärfe der Chili passt perfekt, um ein grandioses Geschmackserlebnis zu kreieren. Ich glaube, ich habe mich ein bisschen in Nom Krouk verliebt 😅. Deshalb ist es um so mehr schade, dass ich ausgerechnet bei denen nicht weiß, wie ich sie in Deutschland machen kann...



Abgesehen von meiner Zeit in Kambodscha ist diese Woche etwas sehr sehr erfreuliches passiert. Ich habe endlich eine Studienplatzzusage bekommen!!! Die Uni hat sich dafür ganz schön Zeit gelassen finde ich, deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als ich die Mail in meinem Postfach gesehen habe🥳🥳🥳 Ich freue mich schon sooooo sehr auf mein Studium!

Irgendwie macht die Vorfreude den Abschied ein bisschen leichter. Für mich ist es gerade aber trotzdem sehr traurig. Dazu kommt eine Sache, die den Abschied hier noch schwerer macht als den letztes Jahr in Deutschland: Als ich mich letztes Jahr von Deutschland verabschiedet habe, wusste ich, dass (und wann) ich wieder kommen würde. Mich jetzt hier zu verabschieden, bedeutet vielleicht ein auf Wiedersehen, vielleicht aber auch nicht - vor allem ist ungewiss, wann das Wiedersehen sein wird...🥹

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