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Das Alphabet

  • 15. März
  • 3 Min. Lesezeit

Nachdem ich die letztens die Zahlen vorgestellt habe, sind jetzt die Buchstaben dran. Das Grundprinzip ist das Gleiche wie in (denke ich) vielen Sprachen: Es gibt Konsonsanten und Vokale und wenn man diese irgendwie kombiniert, entstehen Wörter, aus denen schließlich Sätze gebildet werden können. Es gibt aber doch so einige Unterschiede zwischen dem Alphabet auf Khmer und auf Deutsch, sonst würde ich wahrscheinlich keinen Artikel darüber schreiben 😉

Es gibt 33 Konsonanten, die in zwei Gruppen gegliedert sind, das sind die Gruppe -or und die Gruppe -o. Auf dem Bild gehören die Buchstaben in rot zur Gruppe -or und diejenigen in blau zur Gruppe -o. Die beiden Gruppen unterscheiden sich in der Aussprache der Konsonanten.

Neben den Konsonanten gibt es 23 abhängige Vokale, diese werden jeweils in Verbindung mit einem Konsonanten verwendet. Der erste Buchstabe ក wird beispielsweise in der "Grundform" gor ausgesprochen, mit dem Vokal a wird er zu កា​ ga. Nach diesem Prinzip lassen sich alle Konsonanten mit allen abhängigen Vokalen kombinieren, da entstehen dann so einige Möglichkeiten😅. Dabei ist es noch wichtig zu erwähnen, dass die Vokale teilweise ihre Aussprache verändern, je nachdem, ob sie mit einem Konsonanten der Gruppe -or oder der Gruppe -o stehen.

Zum Glück muss man nicht alle diese Kombinationen auswendig lernen, an sich erschließt sich die Aussprache der Konsonant-Vokal-Verbindungen logisch, wenn man einmal die Vokale und die Konsonanten kennt. Das war (und ist) für mich die größte Herausforderung, weil es erstmal eine Menge Zeichen sind, die mein Gehirn nicht kennt und nicht auseinanderhalten kann. Inzwischen kenne ich aber die Buchstaben grundsätzlich und auch die meisten der Vokale. Ab und zu vertausche ich aber immer noch ein paar Buchstaben, zum Beispiel ជ djo und ផ​ phor😅

Neben den abhängigen gibt es noch unabhängige Vokale, die für sich stehen können. Bisher habe ich sie noch nicht so häufig gebraucht, deshalb weiß ich nicht viel über sie und klammere sie erstmal aus.

Dafür gibt es noch etwas anderes, das wichtig zu erwähnen ist: Es gibt vier Schreibebenen auf Khmer. Die Hauptlinie ist da, wo alle Konsonanten, unabhängige und auch einige der abhängigen Vokale geschrieben werden. Dann gibt es je eine Linie darüber und darunter, wo sich ebenfalls abhängige Vokale befinden. Die letzte Ebene dient den sogenannten "Beinen" und liegt direkt unter der Hauptebene. Jetzt fragt man sich natürlich? Was sind Beine von Buchstaben? Auf Khmer haben alle Konsonanten eine kleinere Version ihrer selbst, die meistens (aber nicht immer!) so ähnlich aussieht wie der Hauptbuchstabe. Diese Mini-Version wird genauso ausgesprochen wie der große Buchstabe und steht unter einem beliebigen anderen Buchstaben. Wann genau man die "Beine" verwendet, weiß ich noch nicht so genau. Meine bisherige Vermutung ist, dass das mit der Aussprache zusammenhängt, ob man den Hauptbuchstaben in Verbindung mit einem anderen Konsonanten verwendet oder eben die Mini-Version. Aber wie gesagt, so ganz genau weiß ich das auch noch nicht.

Eine weitere Besonderheit von Khmer gegenüber (vor allem) dem Deutschen liegt in den Wörtern. Viele Wörter sind einsilbig, das heißt, schon die Verbindung eines Konsonanten mit einem Vokal bildet ein Wort. Ein Beispiel dafür wäre das Wort für Ich. Das besteht aus dem Konsonanten ខ kor, dem Mini-Buchstaben von ញ njor und dem Vokal ​​ុំ om. Zusammen sieht das dann so aus ខ្ញុំ und wird knjom ausgesprochen.

Dieser Artikel ist nur ein kleiner Abriss des Khmer-Alphabets, aber ich hoffe, dass ich dennoch einen kleinen Einblick in diese faszinierende Sprache geben konnte 😊

Das Bild hier zeigt alle Konsonanten mit ihrer jeweiligen Gruppenzugehörigkeit, unter der Tabelle stehen die 23 abhängigen Vokale und wer aufmerksam den letzten Beitrag zu den Zahlen gelesen hat, erkennt, dass unten rechts die zehn Zahlen abgebildet sind 😉



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