Recap Woche 31: Khmer New Year Pt. 1
- 20. Apr.
- 4 Min. Lesezeit

Diese Woche ist einiges passiert, aber fangen wir vorne an 😊. Freitags hatte B Leap Geburtstag, dafür haben wir einen Kuchen besorgt und dann nachmittags gemeinsam ein bisschen gefeiert.
Und es gab eine für mich überraschende Neuigkeit: B Nita hat angefangen, im Museum zu arbeiten! Das ist sooo cool, jetzt sehen wir uns ein bisschen häufiger🙂. B Nita hat auch am Research Program teilgenommen, daher kennen wir uns, aber in letzter Zeit haben wir es irgendwie nicht geschafft, uns öfter zu treffen... Umso schöner, dass wir jetzt immer zusammen Mittagessen gehen können 😊
Da fällt mir auch noch eine Sache ein, die ich noch nicht erklärt habe: Wenn ich von meinen Freund:innen oder Kolleg:innen spreche, schreibe ich häufig ein "B" vor den Namen. Einige haben sich vielleicht schon gefragt, was es damit auf sich hat und da möchte ich jetzt etwas Licht ins Dunkel bringen. Auf Khmer spricht man Menschen, die älter sind als man selbst oder die eine hierarchisch höhere Position haben, mit "Bong" an. Wörtlich übersetzt heißt Bong große Schwester oder großer Bruder, es wird unabhängig vom Geschlecht der anderen Person verwendet. Das entsprechende Wort für jüngere Personen ist "oun".
Wenn die andere Person im Alter der eigenen Eltern ist, kann man auch "Ming" oder "Pu", also Tante oder Onkel, sagen. Analog gilt das für Personen im Alter der eigenen Großeltern mit "Yiey" / "Chitaa" für Oma/Opa. Ich persönlich verwende meistens Bong, weil man damit einfach grundsätzlich Respekt gegenüber der anderen Person ausdrückt und ich es total schwer finde, das Alter anderer Personen einzuschätzen. Von daher bin ich mit Bong eigentlich immer auf der sicheren Seite🙂

Zurück zu meiner Woche: Offiziell ist zwar noch nicht Khmer New Year (KNY), aber anlässlich von KNY gab es an der Royal University of Fine Arts (RUFA) ein Festival, bei dem die Student:innen der verschiedenen Studiengänge Präsentationen und Ausstellungen vorbereitet haben, die man sich anschauen konnte. Das war sehr interessant und total schön, weil ich ein paar bekannte Gesichter vom Research Program wiedergesehen habe 😊
Auf dem Rückweg bin ich an der Walk Street vorbeigekommen und habe mir ein paar geröstete Maronen gekauft. Die habe ich schon eeeewig nicht mehr gegessen 😅.
Ich hatte glaube ich schonmal erwähnt, dass das Hauptfortbewegungsmittel in Phnom Penh das eigene Moped ist. An zweiter Stelle stehen Tuktuks. Auf jeden Fall sind öffentliche Verkehrsmittel nicht so verbreitet wie in Deutschland. Inzwischen habe ich aber herausgefunden, dass und wo Busse in Phnom Penh fahren. Es gibt auch eine App, in der man die Busse live verfolgen kann. Diese neue Erkenntnis habe ich auf dem Weg zur RUFA direkt getestet und sagen wir mal so: Der Hinweg hat gut funktioniert, auf dem Rückweg war der Bus, den ich nehmen wollte, auf der App plötzlich verschwunden, sodass ich doch auf ein Tuktuk zurückgreifen musste 😅. Vielleicht lag es daran, dass es schon so spät war, wer weiß. Immerhin weiß ich jetzt, dass die Busse zumindest tagsüber recht zuverlässig fahren. Ob ich sie in Zukunft häufiger verwenden werde, weiß ich allerdings nicht, im letzten halben Jahr habe ich sie schließlich auch nicht gebraucht😂

Sonntags habe ich Sommerrollen gemacht. Sie waren etwas zu großzügig befüllt und zu locker gewickelt, deshalb trifft es die Bezeichnung "Monsterrollen" wahrscheinlich besser 😂, aber geschmacklich waren sie einwandfrei😊. Dennoch verlangt das Verbesserungspotenzial auf jeden Fall einen Versuch Nummer Zwei😉.
Montags bin ich wieder zur Arbeit gegangen, da gibt es nicht viel Neues. Dafür war der Dienstag etwas abwechslungsreicher. Denn es war allgemeiner Putztag. Das heißt, wir haben mit allen Kolleg:innen gemeinsam das Gelände von Tuol Sleng sauber gemacht, Hecken und Bäume zurückgeschnitten, Gras gemäht, ordentlich gefegt, die Regenrinnen gesäubert, ... was so alles dazugehört. Damit kann das neue Jahr kommen 😊

Donnerstags war der zweite außergewöhnliche Tag diese Woche, denn wir hatten eine Gedenkzeremonie anlässlich des neuen Jahres, das nächste Woche anfängt (zu Khmer New Year und der Bedeutung des Festes wird es auch noch einen eigenen Artikel geben). Im Anschluss an die Zeremonie gab es für alle Num Banh Chok, also Khmer Nudeln mit einer köstlichen Soße😋.
Eine allgemeine Sache, die ich auch nicht unerwähnt lassen möchte, sind die aktuellen Temperaturen. Wer mal nachgeschaut hat, wie die warm es zur Zeit in Phnom Penh ist, weiß, dass es sehr, sehr heiß ist. Das spürt man auch. Gerade im Vergleich zu vor ein paar Wochen ist es deutlich wärmer geworden. Die nächsten Wochen wird es wahrscheinlich noch ein bisschen heißer, danach sinken die Temperaturen schon wieder allmählich (was allerdings nicht heißt, dass wir frieren werden😂).
Ich habe aber auch festgestellt, dass ich relativ gut mit der Hitze klarkomme und es inzwischen auch gar nicht mehr als so super heiß empfinde. Für mich sind die Temperaturen ja auch schrittweise gestiegen, sodass ich mich daran gewöhnen konnte.
Mal ganz davon abgesehen haben wir in unseren Büros im Museum und in unseren Zimmern glücklicherweise Klimaanlagen, sodass ich unter der Woche gar nicht so viel von der Hitze mitbekomme 😅. Ich bin aber auch gespannt, wie es in den nächsten Wochen noch wird und wie sich das Hitzeempfinden verändert, wenn die Luftfeuchtigkeit mit dem Beginn der Regenzeit wieder steigt.
Damit komme ich zum Ende dieses Wochen-Recaps, viel mehr gibt es aus dieser Woche nicht zu berichten (es war ja aber auch eine ganze Menge 😊) und ich kann schon sagen - auch wenn ich noch nicht genau weiß, was kommt - die nächsten Wochen werden auch super spannend, also stay stuned😉



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