top of page

Recap Woche 2: Regen

  • 28. Sept. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Jan.

Zum Abschluss der Orientierungstage haben wir am Abend unseres ersten Arbeitstages eine Bootsfahrt gemacht. Vom Mekong aus hatten wir einen wirklich tollen Blick über die Stadt. Da es schon dunkel war, sah das superschön aus. Allerdings hat es irgendwann angefangen, zu regnen und das wurde dann so stark, dass wir trotz des Daches auf dem Boot nass geworden sind. Als wir nach der Bootsfahrt mit dem TukTuk nach Hause gefahren sind, stand überall auf den Straßen Wasser, teilweise kniehoch! Als wir in unserer Wohnung ankamen, waren wir klitschnass, deshalb haben wir uns erstmal umgezogen und einen Tee gemacht. Trotz des Regens war es ein schöner Abend 😊

Samstagabends hatten wir eine Veranstaltung, bei der wir weltwärts-Freiwillige von anderen Entsendeorganisationen kennengelernt haben. Wie wir festgestellt haben, wohnen sie auch gar nicht so weit weg von uns, was uns dazu veranlasst hat, nach der Veranstaltung noch gemeinsam in eine Bar zu gehen. Wie wir dann herausgefunden haben, war das eine Karaoke-Bar. Dazu nur so viel: Wir haben uns gut amüsiert😉

Weil es thematisch gerade ganz gut passt, vielleicht noch ein kleiner Einschub zum Thema Alkohol: In Kambodscha ist Alkohol in der Öffentlichkeit nicht verboten, aber mir ist es noch nicht so häufig begegnet, dass Menschen irgendwo auf der Straße trinken. Vor allem bei Hochprozentigem oder Selbstgebranntem lohnt es sich auch, sehr zurückhaltend zu sein, weil es für Selbstgebranntes keine Kontrollen gibt und ein großer Teil des verkauften Alkohols Methanol enthält und somit große gesundheitliche Schäden verursachen kann. Insbesondere, wenn der Alkohol sehr günstig (oder in Bars sogar gratis) angeboten wird, sollte man eher skeptisch sein. Von daher ist laut Sreng das beste alkoholische Getränk, was man hier trinken kann, Bier.

Man kommt hier aber auch sehr gut aus, ohne Alkohol zu trinken. Fruchtsäfte, Tee- und Kaffeevariationen gibt es überall und sie sind meist günstiger als etwas Alkoholisches. Jetzt aber genug von Alkohol, es war ein schöner Abend mit den anderen Freiwilligen und ich fand es total spannend, mich mit ihnen auszutauschen, weil es zwischen den Entsendeorganisationen erstaunlich viele Unterschiede in der Organisation und Vorbereitung des Freiwilligendienstes gibt.

Montags fing für uns dann die erste komplette Arbeitswoche an. Zwar konnte ich noch nicht wirklich arbeiten, aber ich konnte (und sollte) die Zeit nutzen, um mich einzulesen in die Geschichte des Gefängnisses, des Museums und alles, was dazugehört. Und natürlich habe ich mir die Ausstellung noch einmal komplett angeschaut und den Audioguide dazu gehört. Das waren zwar ganz schön viele Informationen auf einmal, aber ich fand es total spannend.

Durch die Arbeit etabliert sich langsam auch ein Alltag und ich kenne mich besser in meiner Umgebung aus. Auch den Verkehr empfinde ich inzwischen als weniger chaotisch. Eigentlich wollte ich im Laufe der Woche auch mal mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, aber erst wusste ich den Code vom Fahrradschloss nicht und am nächsten Tag ist mir aufgefallen, dass das Rad einen Platten hat... Vielleicht klappt das ja nächste Woche.


Donnerstagmittags fing es wieder an zu regnen, Monsun lässt grüßen😅. Ähnlich wie nach der Bootsfahrt hat sich das Wasser überall gestaut, bei uns im Museum ist es sogar ins Erdgeschoss reingelaufen und auch auf den Straßen stand das Wasser. Was ich daraus mitnehme? Lektion 1: Gehe in der Regenzeit nie ohne Regenschutz aus dem Haus, auch wenn es 30°C sind. Lektion 2: Flip-Flops oder Ähnliches sind am besten für dieses Wetter geeignet, da Schuhe und Füße nach dem Regen schnell wieder trocknen. Und Lektion 3: Wenn es regnet, bleib irgendwo drinnen und wenn das nicht möglich ist, hilft nur hoffen und beten, dass der Regen aufhört, sonst ist eine Gratis-Dusche garantiert😉. Nach einiger Zeit hat es wieder aufgehört zu regnen und das Wasser ist nach und nach abgeflossen, so konnte ich trockenen Fußes nach Hause gehen.

Freitagmorgens waren wir mit Sreng zusammen beim kambodschanischen Außenministerium, um unsere Visa zu verlängern, denn aktuell gelten sie nur drei Monate. In ca. zwei Wochen müssen wir dann noch einmal hingehen, um unseren Pass mit dem verlängerten Visum wieder abzuholen. Mit diesem Visum haben wir dann auch die Möglichkeit, innerhalb dieses Jahres mehrfach aus- und wieder einzureisen, bspw. für Urlaubsreisen in Nachbarländer.

Über die Pchum-Ben-Feiertage fahren wir aber erstmal nach Battambang, der drittgrößten Stadt Kambodschas, in der es unter anderem einige architektonische Überreste der französischen Kolonialherrschaft zu sehen gibt. Was wir so erlebt haben, gibt es dann nächste Woche zu lesen😊

Kommentare


bottom of page