Recap Woche 52: Auf Wiedersehen!
Am Freitag war mein letzter "richtiger" Arbeitstag. Am Montag wollte ich zwar nochmal ins Museum zu gehen, aber nur, um mich in Ruhe von allen zu verabschieden. Von daher habe ich noch alles fertig gemacht, wo ich noch dran war und dann meinen Schreibtisch aufgeräumt, alles eingepackt und am Ende noch gewischt. Es fühlte sich sehr komisch an, so endgültig, alles wegzuräumen und am Ende den leeren Schreibtisch zu hinterlassen🥲.
Samstagmorgens war für mich der letzte community run mit "meinem" running club. Auch wenn ich noch nicht soooo lange dabei war, sind mir die Menschen da sehr ans Herz gewachsen 🫶. Vielleicht komme ich ja irgendwann mal wieder, für den Phnom Penh International Half Marathon oder so 😉
Samstagabends habe ich mich mit ein paar anderen Freund:innen das letzte Mal getroffen. Wir sind zusammen zur Walk Street gegangen und haben da (endgültig) das letzte Mal Nomh Banh Chok gegessen. Es ist echt schade, dass es so etwas wie die Walk Street in Deutschland nicht gibt! Die anderen haben mir richtig süße Geschenke gemacht, oh man, das war echt lieb 🥹. Zum Abschluss haben wir noch einen kurzen Spaziergang in Koh Norea gemacht. Auch wenn wir uns in letzter Zeit nicht so oft gesehen haben, habe ich die Zeit mit den Stieus immer sehr genossen und es ist echt schade, dass wir uns jetzt erstmal nicht mehr sehen werden...
Sonntags habe ich meine allwöchentliche Jogging-Runde gemacht. Eigentlich wollte ich mich mittags nochmal mit einer Freundin treffen, um mich zu verabschieden. Allerdings hatte deren Freundin einen Unfall, weshalb sie nicht in Phnom Penh war und wir uns leider nicht mehr sehen konnten vor meiner Abreise...
Stattdessen bin ich allein in ein Café gegangen. Nachmittags habe ich dann ein bisschen in der Kücher gewerkelt, denn ich wollte meinen Kolleg:innen montags zum Abschied ein paar Snacks mitbringen - kambodschanische natürlich 😊
Da sonntags der letzte gemeinsame Abend mit Nora und Bela war, sind wir da nochmal zusammen Abend essen gegangen. Die Musik, die in dem Restaurant lief, war zwar etwas bizarr, aber sonst war es ein schöner Abend 😊
Montag früh habe ich dann die Snacks fertig vorbereitet. Ein paar Sachen hatte ich gedämpft, die habe ich nur nochmal kurz gedämpft, damit sie nicht ganz so kalt sind, wie wenn sie aus dem Kühlschrank kommen würden. Ein paar andere Sachen musste ich noch frittieren - und habe es geschafft, ohne dass sie angebrannt sind 🥳 (bisher war frittieren ja nicht so meine Stärke...). Nom Chor habe ich vorher noch nicht gemacht gehabt, daher bin ich sehr froh, dass das auch die funktioniert haben - sie gehören nämlich auch zu meinen Lieblingssnacks 😊
Im Museum hat dann das allmonatliche Meeting stattgefunden, bei dem ich auch offizielle verabschiedet wurde. Danach habe ich mich noch individuell von meinen Kolleg:innen verabschiedet und bin dann wieder nach Hause gelaufen. Es war echt schwer, sich nach einem Jahr auf unbestimmte Zeit zu verabschieden, gerade, weil ich durch die Arbeit so viel erleben durfte. Ich bin sehr dankbar dafür, meinen Freiwilligendienst in Tuol Sleng gemacht haben zu können. Ich habe nicht nur eine Menge über die Roten Khmer und Museumsarbeit gelernt, sondern durch meine Kolleg:innen auch einen tiefen Einblick in die kambodschanische Kultur bekommen 🫶
Als ich wieder zu Hause war, habe ich angefangen, zu packen. Es hat ein Weilchen gedauert, aber es hat alles reingepasst - mein Gepäck hatte nur ein kleines Gewichtsproblem😅. Mit ein bisschen umsortieren hat es aber dann einigermaßen gepasst. Dann habe ich noch zu Abend gegessen und bin schließlich recht früh schlafen gegangen. Es ist so verrückt, dass das mein letzter Abend ist. Die Wohnung war am Ende so leer und unpersönlich, wie wir sie auch vorgefunden haben vor einem Jahr. Es ist einfach bizarr, ein Zuhause zu verlassen, um nach Hause zu fliegen✈️. Ich gehe auf jeden Fall mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
An meinem wirklich letzten Tag bin ich morgens noch einmal joggen gegangen. Gerade vor dem langen Flug tat ein bisschen Bewegung ganz gut 😊
Den Rest des Tages habe ich sehr entspannt verbracht, bin ein bisschen durch die Stadt gelaufen und habe mein restliches Geld ausgegeben - in Deutschland kann ich mit den kambodschanischen Riel schließlich wenig anfangen...

Nachmittags bin ich dann mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Es hat sich für mich sehr unwirklich angefühlt, dass ich Phnom Penh jetzt zum letzten Mal verlasse. Denn bis ich wiederkomme, wird es wahrscheinlich ein bisschen dauern... Ich bin mir aber sicher, dass ich wieder kommen werde. Irgendwann. Von daher ist es kein "Tschüss", sondern ein "Auf Wiedersehen", und das finde ich eine schöne Vorstellung 🥲










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