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Dankeschön :)

28. Sept.
2 Min. Lesezeit

Hallo zusammen,


das hier wird jetzt der letzte Artikel über meine Zeit in Kambodscha - ein aufregendes Jahr, voller spannender Erfahrungen, einzigartiger Begegnungen und wundervoller Erinnerungen geht damit zu Ende.

Selbstverständlich bestand das Jahr nicht nur aus Höhen, es gab auch schwierigere Zeiten. Für mich kann ich aber sagen, dass diese Zeiten eben dazugehören und dazu geführt haben, dass ich die schönen Zeiten umso mehr wertschätze.

So oder so bin ich sehr dankbar für alles, was ich in diesem Jahr erleben durfte - die Reisen, meine Arbeit im Museum und natürlich das Leben in Phnom Penh. Ich konnte eine Menge lernen und bin persönlich wie auf professioneller Ebene enorm gewachsen.

Würde mich jemand fragen, ob ich einen Freiwilligendienst weiterempfehlen würde, wäre meine Antwort definitv ja. Auf jeden Fall! Denn ich bin überzeugt davon, dass die Konfrontation mit einer anderen Lebensrealität dazu beiträgt, das eigene Leben, Wert- und Weltvorstellungen zu hinterfragen und in der Folge die eigene Position ggf. anzupassen und zu stärken.

Dennoch sehe ich Freiwilligendienste durchaus kritisch. Gerade Freiwilligenarbeit im Englischunterricht oder in Kinderheimen sind meiner Meinung nach ungeeignete Einsatzstellen für Freiwillige - schließlich haben die Freiwilligen keinerlei fachspezifische Berufsausbildung. Man stelle sich einmal vor, eine 18-jährige Person aus Kambodscha würde nach Deutschland kommen (ohne Deutsch zu sprechen) und dann als Lehrkraft arbeiten. Berechtigterweise wäre das rechtlich nicht möglich und würde für einen großen Aufschrei sorgen. Warum ist es dann anders herum so häufig legitimiert und sogar als ehrenhafte Arbeit angesehen? Indirekt wird dadurch ein kolonialistisches Weltbild reproduziert, indem die deutsche Schulausbildung gegenüber einer Berufsausbildung in Kambodscha als höherwertig angesehen wird. Dies ist ein Problem, das auf struktureller Ebene zu bekämpfen ist, da können die einzelnen Freiwilligen allerdings in der Regel nicht so viel machen.

Für mich war mein Jahr in Kambodscha eine unglaubliche Bereicherung und ich würde es auf jeden Fall allen empfehlen, die die Möglichkeit dazu bekommen, längerfristig in einem anderen Land zu leben und die dortige Kultur und Lebensweise kennenzulernen.


Ich hoffe, ich konnte einige interessante Einblicke in mein Leben in Kambodscha und in meine Arbeit im Tuol Sleng Genocide Museum geben. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, regelmäßig Blogartikel zu schreiben : )


In diesem Sinne vielen Dank fürs Mitlesen!


Alles Liebe,

Elisabeth 🙂


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