Recap Woche 12: kambodschanischer Winter
- 8. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Dez. 2025
Nach unserer Rückkehr nach Phnom Penh bin ich nach Hause gefahren. Danach habe ich beschlossen, ins Krankenhaus zu fahren. Aber keine Sorge, es ist nichts Schlimmes. An dem einen Morgen Suppe im Mobile Museum habe ich Suppe auf den Oberschenkel bekommen, woraufhin sich eine recht große Brandblase gebildet hat. Deshalb dachte ich mir, es ist sinnvoll, da medizinisches Personal draufschauen zu lassen. Im Krankenhaus habe ich dann eine Salbe und einen (meiner Ansicht nach zu großen) Verband bekommen und dann bin ich wieder gegangen. Das Krankenhaus ist sehr gut, allerdings muss man auch sagen, dass eine Krankenversicherung hier in Kambodscha - wie auch in vielen anderen Ländern - alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist und viele Menschen es sich nicht leisten können, zum Arzt zu gehen. Daher ist es ein riesiges Privileg, dass wir als Freiwillige jederzeit ein Krankenhaus aufsuchen können.
Trotzdem hoffe ich, das in diesem Jahr nicht noch einmal machen zu müssen🤞
Samstags und sonntags fand wieder das Research Program statt. Diesmal mussten wir Transkripte von den Interveiws schreiben und die darin gewonnenen Informationen in Texte verarbeiten und mit weiteren Quellen belegen, damit wir sie schließlich zu Buchkapiteln weiterverarbeiten können. Da ich die Interviews nicht verstehen kann und dementsprechend auch beim Transkribieren nicht mithelfen konnte, lag mein Fokus darauf, Informationen zu den Themen, mit denen sich meine Gruppe beschäftigt (Bildung, Ehe, Religion), aus verschiedenen anderen Quellen zu recherchieren.
Montags fand im Museum für alle Mitarbeitenden ein Workshop zu Oral History statt. Dabei ging es vor allem darum, was bei Interviews mit Zeitzeug:innen zu beachten ist und wie diese anschließend genutzt werden können. Auch Fragestellungen wie die Erarbeitung von Bildungsangeboten auf Basis der Interviews oder die langfristige Archivierung (auch des Rohmaterials) spielten dabei eine Rolle.
Ab Dienstag war ich dann im education team. Meine Hauptaufgabe bestand diese Woche darin, Texte ins Englische zu übersetzen, denn das education team erstellt gerade einen neuen Flyer zum Museum, den es logischerweise auch auf Englisch geben soll. Dank Google Translate und ChatGPT konnte ich das sogar ohne ausreichende Khmer-Kenntnisse erledigen 😅
Im letzten Beitrag hatte ich ja schon erwähnt, dass ich in Kampong Speu ganz froh war, einen Pulli für abends dabei zu haben. Diese Woche war es auch in Phnom Penh verhältnismäßig kühl. Die Temperaturen lagen bei rund 20 Grad, teilweise knapp drunter. Ich persönlich würde bei diesem Wetter noch nicht von Winter sprechen, weil es in Deutschland deutlich niedrigere Temperaturen gibt. Hier wird es allerdings meist nicht kälter bzw. für hiesige Verhältnisse ist das schon kühl, weshalb eine meiner Kolleg:innen mit (teilweise recht dicken) Jacken zur Arbeit kamen. Ein bisschen amüsiert hat es mich schon, muss ich zugeben, weil ich 20 Grad nicht als kalt definiere. Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt, dass ich die 20 Grad hier als kälter empfinde als es in Deutschland der Fall wäre, weil ich mich schon an das kambodschanische Klima gewöhnt habe. Von daher kann ich nur vermuten, wie es sich anfühlt, wenn man noch nie wirklich kältere Temperaturen erlebt hat.

Dienstags bin ich nach der Arbeit mit Bong Leap essen gegangen, weil er mir ein paar kambodschanische Gerichte zeigen wollte. Vieles davon war auch echt lecker, nur der Papaya-Salat war nicht so meins... Aber man muss ja nicht alles mögen😊
Dafür habe ich den besten Fried-banana-Stand der Stadt gefunden (zumindest behaupte ich, dass es der beste ist). Schön breit geklopfte Bananen mit einer knusprigen Hülle aus Teig und einem leichten Hauch von Sesam, einfach köstlich! Sie selbst zu machen, hat leider immer noch nicht funktioniert... Aber ich gebe nicht auf; bis ich zurückkomme nach Deutschland kann ich einwandfreie fried bananas machen😋



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