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Recap Woche 18: Woran arbeite ich?

  • 20. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Jan.

Nachdem der erste Januar ein Feiertag war, hatte ich freitags meinen ersten Arbeitstag im neuen Jahr. Jetzt, wo ich fest in einem Team bin, kann ich sagen: Wir haben noch ganz schön viel vor uns, aber dazu später mehr, es wird auf jeden Fall spannend😊!

Das Wochenende haben wir auch sehr entspannt verbracht. Samstagabends habe ich mich mit B Salina auf der Walk Street getroffen und sonntags war ich in einem Café, unter anderem, um ein bisschen an meinem Blog zu schreiben. Leider gibt es nämlich in unserer Wohnung keinen (Schreib-)Tisch, an dem man so etwas machen könnte😅. An sich brauchen wir den Tisch auch nicht, nur wenn ich länger an etwas arbeiten möchte, finde ich einen Schreibtisch schon praktisch. In unserer Nachbarschaft gibt es aber ein paar Work-Cafés, die sich für genau solche Zwecke anbieten. Und sie werden auch rege genutzt. Viele Studis treffen sich bspw. dort, um gemeinsam zu lernen oder Uniaufgaben zu machen👩‍💻.

Sonntagnachmittags habe ich mich (nach den fried bananas letzte Woche) an einem anderen sehr leckeren Nachtisch probiert: (Mango) Sticky Rice. Der erste Versuch war so kläglich gescheitert, dass ich ihn gar nicht auf meinem Blog erwähnt habe 😂, der zweite jetzt war schon nicht mehr ganz so schlimm. Es gibt noch viel Verbesserungspotenzial, der Reis ist noch weit davon entfernt, guter Sticky Rice zu sein, aber zumindest sah er schon besser aus und hat auch grundsätzlich gut geschmeckt (nur halt noch nicht nach Sticky Rice).

Sticky Rice wird üblicherweise mit Mango serviert, das ist vor allem jetzt, wo die Mango-Saison anfängt, sehr beliebt und verbreitet. Effektiv ist es gedämpfter Reis mit Kokossoße. Dadurch, dass der Reis gedämpft wurde, gehen die Reiskörner nicht ganz so viel auf wie beim kochen und sie kleben mehr. Mit der Kokossoße wird der Reis von der Konsistenz her noch ein bisschen kompakter, daher auch der Name Mango "Sticky" Rice. Einfaches Plastikbesteck eignet sich da nicht zum Essen, das geht dabei schon mal kaputt😅. Meine Beschreibung kann den Mango Sticky Rice leider nicht in Gänze einfangen, aber es ist wirklich lecker!

Montags hat schließlich die erste richtige Arbeitswoche wieder angefangen. Deshalb dachte ich mir, ich erzähle ein bisschen mehr davon, was ich auf der Arbeit eigentlich mache. Bisher hatte ich ja noch nicht wirklich einen festen Aufgabenbereich, das hat sich aber (ich hatte es im vorletzten Blogbeitrag schon erwähnt) inzwischen geändert. Für die übrige Zeit meines Dienstes bin ich Teil des Ausstellungsteams. Unsere Aufgabe ist die Erarbeitung einer temporären Ausstellung, die im August (zum Glück vor meiner Abreise 😊) eröffnet werden soll. Das Thema der Ausstellung ist:


"Rückkehr nach Kambodscha 1975-1979: eine zerbrochene Hoffnung"


Für diese Ausstellung beschäftigen wir uns mit den Menschen - insbesondere Intellektuelle, Offizielle und Fachkräfte - die vor dem Khmer Rouge Regime im Ausland gelebt haben und während der Herrschaft der Roten Khmer zurück nach Kambodscha gekommen sind. Im Fokus stehen dabei persönliche Geschichten und die Frage nach den Motiven der Menschen. Wie viel wussten sie von den Lebensumständen im "Demokratischen Kampuchea"? Warum sind sie (trotzdem) zurückgekehrt? Außerdem gehen wir der Frage nach, welche Rolle die Propaganda und Außeninszenierung der Khmer Rouge bei der Entscheidung zu einer möglichen Rückkehr gespielt haben und wie die Menschen nach ihrer Rückkehr behandelt wurden bzw. was mit ihnen passiert ist. Es dürfte niemanden überraschen, wenn ich sage, dass es nicht so nett war, wie die Khmer Rouge in ihren Aufrufen behauptet haben.

Zur Zeit betreiben wir Recherche, um Informationen und Dokumente für die Ausstellung zu finden. Wie es danach weitergeht, werde ich zu gegebener Zeit berichten 😉

Den Mittwoch hatten wir frei, anlässlich des Jahrestages zum Sturz der Roten Khmer, der am 07. Januar 1979 vollzogen war. Das ist der Tag, an dem die vietnamesische Armee und die Kambodschanische Befreiungsfront in Phnom Penh die Macht übernahmen. Normalerweise gibt es an diesem Tag offizielle Festlichkeiten, die sind dieses Jahr im Vorhinein bereits wegen des Konflikts abgesagt worden, von daher haben wir uns einen ganz entspannten Tag gemacht.

Aber à propos Konflikt: Es gibt ja den Waffenstillstand, zu dem ich auch in den letzten Artikeln schon etwas erzählt habe. Dieser entspannt die Situation zur Zeit, die Luftangriffe haben seit dem 27.12. aufgehört und viele Menschen aus den Grenzprovinzen kehren wieder in ihr Zuhause zurück. Dennoch ist der Konflikt nicht gelöst und insbesondere bei vielen Kambodschaner:innen besteht weiterhin die Angst vor einer neuen Eskalation, da die thailändische Armee einige Dörfer entlang der Grenze besetzt hat und Container entlang der (aus thailändischer Sicht korrekten) Grenzlinie aufstellt.

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