Recap Woche 21: Plastikmüll und Koh Rong🏖️
- 10. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Da sonst nicht so viel passiert ist diese Woche, dachte ich mir, ich schreibe mal über eine Sache, die mich in meinem Alltag ein bisschen stört. Es geht um das Thema Klimaschutz. Erst letztens habe ich einen Zeitungsartikel darüber gelesen, dass die Regierung eine neue Strategie zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen vorgelegt hat und bei der COP30 waren beispielsweise auch kambodschanische Vertreter:innen dabei. Im Alltag spielt es allerdings keine große Rolle.
Wenn wir zum Beispiel zum Markt gehen, bekommen wir an jedem Stand mindestens eine Plastiktüte, es sei denn, wir sagen extra dazu, dass wir keine brauchen und bestehen zwei bis dreimal darauf. Ein paar Mal wurde ich schon komisch angeschaut und manchmal habe ich trotzdem eine bekommen. In unserer WG haben wir uns zu Beginn des Jahres einen Wäschekorb gekauft, in dem wir ebendiese Plastiktüten sammeln, um sie bspw. als Mülltüten, wiederzuverwenden. Inzwischen quillt er ein bisschen über, weil sich so viel ansammelt... Es gibt aber bspw. auch eine Supermarktkette, bei der man 400 Riel für eine Plastiktüten bezahlen muss. Zugegebenermaßen ist das nicht viel, aber umgerechnet entspricht das ungefähr dem, was man in Deutschland auch für eine Plastiktüte bezahlt.
Neben den Plastiktüten empfinde ich auch generell den Plastikverbrauch als sehr hoch. Das betrifft vor allem to-go-Behältnisse. Viele Menschen holen sich täglich ein- oder mehrmals etwas von einem Essensstand (da es verhältnismäßig sehr günstig ist) und jedes Mal erhält man mindestens eine Plastiktüte mit einem Behältnis für den Reis und einem für Soße, Gemüse o.Ä. An einigen Ständen gibt es Dosen mit Deckel, die sogar ziemlich dicht sind, deshalb sind sie bei uns in der WG inzwischen Teil unserer Dosensammlung geworden😊, an manchen (das hängt auch ein bisschen davon ab, was der Stand verkauft), gibt es solche aus Styropor, die man wirklich nicht wiederverwenden kann. So entstehen große Mengen an Müll. Ich selbst nehme mich da auch nicht raus, wenn ich mir auswärts etwas hole, bekomme ich logischerweise auch Plastikbehältnisse. Gut ist es trotzdem nicht.
Das gleiche gilt auch für Kaffeestände. Dort bekommt man auch eine Plastiktüte mit einem Becher und Deckel und einem Plastikstrohhalm (der logischerweise in Plastik verpackt ist). Dort ist es aber glaube ich eher noch möglich, einen eigenen Becher mitzubringen. Das habe ich allerdings noch nicht so oft gemacht, weil ich meinen Becher immer dann nicht dabei hatte, wenn ich mir einen Kaffee oder Tee geholt habe 😅. Ich versuche aber in Zukunft, daran zu denken🤞. An sich ist das in Deutschland ja nicht anders, wenn man sich irgendwo etwas zu essen oder ein Getränk to-go holt, entsteht immer eine Menge Müll. Der Grund dafür, dass es mir hier stärker auffällt, liegt glaube ich darin, dass es üblicher ist, sich etwas zu kaufen und der Müll dementsprechend präsenter ist.
Eine andere Sache, die auch viele Treibhausgase produziert, ist die Mobilität. Die allermeisten Menschen bewegen sich nahezu ausschließlich mit Mopeds fort (dafür braucht man hier keinen Führerschein, deshalb fahren häufig auch schon Grundschulkinder alleine Moped). Dabei werden Mopeds selbst für sehr kurze Strecken verwendet. Das liegt wahrscheinlich zum Teil daran, dass Treibstoff recht günstig ist, zum Teil auch daran, dass es einfach üblich ist. In der Hinsicht ist das Klischee sehr zutreffend, dass Deutsche viel laufen. Ich wurde schon so manches mal komisch angeschaut, wenn ich jemandem erzählt habe, dass ich irgendwohin laufe (und nicht fahre) 😂. Zugegebenermaßen ist der Verkehr aber auch nicht unbedingt fußgängerfreundlich. Touris (oder Menschen wie wir Freiwillige, die nicht Moped fahren dürfen 😅) nutzen in der Regel TukTuks. Ab und zu sieht man auch vereinzelte Fahrradfahrer:innen. Ich selbst fahre zur Arbeit ja auch immer mit dem Fahrrad. Es hat zwar ein bisschen gedauert, aber inzwischen habe ich mich auch an den Verkehr gewöhnt. Busse gibt es an sich zwar auch, aber nicht so viele und die werden soweit ich weiß nicht so viel genutzt.
So oder so entstehen durch alle Fahrzeuge, vor allem aber Mopeds, weil es davon unglaublich viele gibt, recht viele CO2-Emissionen.
Das sind mal ein paar andere Einblicke in das Leben in Kambodscha. Wer sich noch ein bisschen mehr informieren möchte, findet hier ein paar Zeitungsartikel über die aktuelle kambodschanische Klimastrategie und die Teilnahme an der COP 30😊:
Am Wochenende haben wir dann einen Kurztrip nach Koh Rong gemacht. Das ist eine der Inseln. Es war wirklich schön😍. Leider aber auch vieeeeeel zu kurz... Und sehr touristisch. Trotzdem war es ein wunderschönes Wochenende! Ich fand es einfach toll, mal wieder am Meer zu sein und ein bisschen zu entspannen. Viel mehr haben wir auch nicht gemacht, deshalb kann ich gar nicht mehr zu unserem Kurzurlaub erzählen😅. Eine kleine Anekdote vielleicht noch: Abends sind wir in eine Strandbar in der Nähe von unserem Hostel gegangen und der Besitzer hat uns auf Deutsch angesprochen. So klein ist die Welt😂







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