Recap Woche 22: Das Nationalarchiv
- 22. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Wir sind immer noch am Recherchieren, aber diese Woche war etwas außergewöhnlicher als die letzten beiden: Dienstags war ich mit B Leap im Nationalarchiv! Ich fand es total spannend, auch wenn uns der Besuch inhaltlich leider nicht wirklich weitergebracht hat, weil dort nur sehr wenige Dokumente zur Zeit der Khmer Rouge bzw. der Lon-Nol-Zeit aufbewahrt werden... Aber allein die Tatsache, dass wir ins Nationalarchiv gegangen sind, finde ich schon sehr cool : )
Donnerstags haben wir noch eine weitere Außenrecherche betrieben (die leider genauso erfolglos war 😅): Wir waren in Bophana. Das "Bophana Audiovisual Research Centre" (kurz einfach nur Bophana) ist ein audiovisuelles Archiv, in dem vor allem Film- und Tondokumente aus der Zeit des Demokratischen Kampuchea archiviert werden. Benannt ist es nach Huot Bophana, einer Frau, die in S-21 umgebracht wurde und aufgrund ihrer Geschichte und ihres Geständnisses, das mehrere hundert Seiten umfasst, sehr bekannt geworden ist. Die Journalistin Elizabeth Becker hat auch eine Biographie über sie geschrieben, die 1996 von Rithy Panh, einem französischen Filmemacher und Gründer von Bophana, verfilmt wurde. Das Zentrum beherbergt Rechercheplätze (für Leute wie mich und B Leap 😉) und Räume für eine Ausstellung. Meistens gibt es dort Kunstwerke zu sehen, die in der Regel in Zusammenhang mit Erlebnissen unter den Khmer Rouge stehen. Außerdem arbeiten dort auch zwei weltwärts-Freiwillige (aka meine Mitbewohner:innen 😊).
So viel zum Hintergrund zu Bophana und dem Research Zentrum allgemein, für uns waren die Dokumente leider nicht so relevant. Inzwischen hat sich aber durch die Geständnisse aus Tuol Sleng und die zahlreichen Akten, die im ECCC Archiv zu finden sind, einiges an Informationen angesammelt. Demnächst geht es dann schon darum, all das in Ausstellungstexte zu packen🙂
Genau dazu hatten freitags dann nochmal ein Meeting, unter anderem mit dem Direktor. Bis Ende Februar haben wir uns vorgenommen, noch tiefergehende Infos zusammentragen, die uns aktuell teilweise fehlen. Unser Plan ist anschließend, im März mit dem Schreiben anzufangen, damit wir für die Texte selbst (und auch für mehrere Korrekturschleifen) ausreichend Zeit haben und nicht am Ende noch in Stress geraten😅

Am Wochenende war ich wieder joggen. Viel gibt es dazu auch gar nicht zu sagen. Außer, dass es inzwischen viele Vorbereitungen für das Chinesische Neujahrsfest (auch Mondneujahr) gibt. Neben Rabatten in einigen Geschäften (wie immer bei solchen Gelegenheiten 😅) gibt es in den meisten Geschäften Dekorationen. Das Chinesische Neujahrsfest findet vom 16. bis 19. Februar statt. Es wird auch relativ groß gefeiert soweit ich weiß (auch wenn es kein offizieller Feiertag ist). Leider sind wir allerdings in der Zeit nicht in Phnom Penh, weil das mit unserem Zwischenseminar zusammenfällt. Inzwischen ist schließlich schon fast die Hälfte unseres Dienstes vorbei und dementsprechend wird es Zeit für unser Zwischenseminar... Dazu gibt es aber zu gegebener Zeit mehr in dem entsprechenden Wochen-Recap 😉


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