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Recap Woche 23: DC-Cam

  • 23. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Diesen Samstag haben wir mit den beiden Phnom Penh-WG's ein Krimi-Dinner gemacht. Eine Freiwillige hatte das von ihren Eltern zu Weihnachten bekommen. Wir waren am Ende verwirrt und ein bisschen enttäuscht, weil der Fall am Ende nur so halb aufgelöst wurde und einigen Handlungssträngen keine weitere Bedeutung zugekommen ist 😅, aber wir hatten trotzdem viel Spaß 😊. Und wir haben das zum Anlass genommen, mal wieder zusammen zu kochen, was auch total schön war. Witzigerweise gab es fast das Gleiche wie an Weihnachten😂, aber gegen Reis mit Süßkartoffel-Kokos-Curry und Schokomousse zum Nachtisch gibt es auch einfach nichts zu sagen : )

Sonntagfrüh war ich wieder in Koh Norea joggen. Ich liebe diesen Abschnitt der Riverside so sehr! Allerdings merke ich so langsam, dass der Winter vorbei ist und es wieder wärmer wird. Das ist mir die ganze Woche nachmittags im Museum aufgefallen, wo es auch vom Gefühl her deutlich wärmer ist als noch vor ein paar Wochen, ich habe es aber leider auch gemerkt, weil ich mir bei meiner Joggingrunde (am Vormittag!) einen kleinen Sonnenbrand an Armen und Beinen zugezogen habe😑. Durch den Wind und die gefühlt angenehme Temperatur habe ich die Kraft der Sonne an dieser Stelle ein bisschen unterschätzt... Immerhin weiß ich jetzt, dass es schon soweit ist und ich bei solchen Aktivitäten Sonnencreme verwenden sollte😅

Da fällt mir auch noch eine andere Sache zum Thema Gesundheit ein: Diese Woche hatten wir echt schlechte Luft. Eine Kollegin von mir meinte, das war ein Sturm aus China, der durch den Wind zu uns rübergeweht wurde. Es war ein bisschen ungewohnt, wieder mit Maske rumzulaufen, aber bei einem Luftqualitätsindex von 164 ist das durchaus angebracht. Es haben zwar nicht alle gemacht, ich auch nicht den ganzen Tag oder wenn ich im Büro war, aber an sich ist es sehr sinnvoll. Zum Vergleich: Der Luftqualitätsindex von Bensheim lag zum gleichen Zeitpunkt bei 6, also deutlich niedriger. Zum Glück kommt es aber auch nicht so häufig vor, dass die Luft so schlecht ist. Ein Faktor, der das nochmal ein bisschen verstärkt, ist, denke ich, dass sich die Luft in der Großstadt mit den ganzen Hochhäusern und relativ wenig Wind sammelt und Mikropartikel in der Luft nicht "wegtransportiert" werden.

Bevor ich zum Schluss komme, möchte ich noch ein paar Worte zu meiner Arbeit sagen, denn das war diese Woche total wichtig: Wir haben bei DC-Cam ein für uns sehr sehr relevantes Dokument gefunden! DC-Cam ist ein Archiv, das hauptsächlich Akten aus der Khmer-Rouge-Zeit aufbewahrt und von Forschern aus den USA schon in den 1990ern eingerichtet wurde. Bis heute wird es auch mit Mitteln der US-amerikanischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert.

Wir, das sind Bong Leap und ich (er ist mit mir auf dem Foto), wir kümmern uns hauptsächlich um die Ausstellung. Jetzt aber zurück zu unserem Fund in DC-Cam: In diesem Archiv gibt es eine Liste mit allen Kambodschaner:innen, die zwischen 1975 und 1976 in der Botschaft des "Gouvernement royal d'union nationale du Kampuchea" (Königliche Regierung des vereinten nationalen Kampuchea, GRUNK) in Paris einen Antrag gestellt haben, um zurück nach Kambodscha zu reisen! Das ist für uns wie ein Jackpot, und das Beste ist, dass die Antragsdokumente auch dort archiviert sind, das heißt, wir kennen nicht nur die Namen der Rückkehrer:innen, sondern haben auch einige Informationen über sie, z.B. Beruf, Familienstand, Adresse im Ausland etc.

Diese Liste bedeutet für uns zwar eine Menge Arbeit, aber sie ist unglaublich hilfreich, weil sie uns ermöglicht, einige statistische Daten zu den Rückkehrer:innen zu erheben und weitere persönliche Schicksale zu recherchieren. Ich freue mich schon darauf, all die Daten auszuwerten 😊

Nächste Woche gehe ich allerdings (in dieser Hinsicht leider) erstmal nicht zur Arbeit, da unser Zwischenseminar ansteht. Teil des weltwärts-Programms sind eine bestimmte Anzahl an pädagogischen Begleitseminaren zur Vor-, Zwischen- und Nachbereitung des Freiwilligendienstes. Zwei Seminare hatte ich bereits letzten Juli bzw. August, eines findet nächste Woche statt und das Rückkehrseminar im September, wenn ich wieder in Deutschland bin (wie der Name schon sagt 😅). Zeitlich gesehen finde ich es ein bisschen schade, dass das Zwischenseminar genau jetzt liegt, weil ich das Gefühl habe, dass die nächste Woche auf der Arbeit hätte sehr spannend werden können, aber gleichzeitig freue ich mich schon sehr auf die Woche mit den anderen Freiwilligen, die wir in Kampot verbringen werden. Mehr dazu, was wir so gemacht haben, gibt es dann nächste Woche 😉

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