Recap Woche 24: Zwischenseminar
- 5. März
- 3 Min. Lesezeit
Wie im letzten Beitrag erwähnt, fand diese Woche unser Zwischenseminar statt. Warum Zwischenseminar? Als Teil des weltwärts-Programms sind eine bestimmte Anzahl an begleitenden Seminartagen für alle Freiwilligen verpflichtend - vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt. Manchmal werden die Zwischenseminare in Kooperation mit anderen Entsendeorganisationen durchgeführt, in unserem Fall waren wir aber nur Freiwillige von ViA (meiner Entsendeorganisation), die alle in Kambodscha leben, insgesamt 11 Personen. Für unser Seminar waren wir eine Woche in Kampot, in einer sehr schönen Unterkunft direkt am Fluss. Witzigerweise waren die Freiwilligen von "Brot für die Welt" teilweise zeitgleich mit uns dort😂

Jetzt aber von vorne: Samstags sind wir mit dem Zug von Phnom Penh nach Kampot gefahren. Für mich war das die erste Zugfahrt in Kambodscha und, was soll ich sagen, es war halt eine Zugfahrt 😂. Landschaftlich war es aber sehr schön (wie gefühlt immer bei Zugfahrten schöner als Autobahnen). Leider kommt man aber mit der kambodschanischcecn Bahn nicht an so viele Orte, es gibt lediglich ein paar Hauptstrecken. Allgemein sind Busse das Hauptreisemittel. Genau deshalb fand ich es schön, dass wir die Gelegenheit genutzt haben, um mal Zug zu fahren, so oft kommt man wie gesagt nicht dazu.
Während unseres Seminares haben wir uns mit verschiedenen Themen auseinandergesetzt, unter anderem unserer Rolle als (weiße:r) Expat hier in Kambodscha vor dem Hintergrund des White Saviourism Mindsets, dem aktuellen Weltgeschehen sowie unseren persönlichen Zielen und Wünschen für die zweite Hälfte des Freiwilligendienstes. Außerdem konnten wir die Gelegenheit nutzen, um ein paar thematische Fragerunden mit Sreng, unserem lokalen Koordinator, zu machen.

Neben den inhaltlichen Aspekten durfte aber natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Montags haben wir zum Beispiel eine Bootstour gemacht, mit dem Ziel, Delfine zu beobachten. Leider hatten wir nicht so viel Glück und haben keine Delfine gesehen... Um 04:30h aufzustehen hat sich trotzdem gelohnt, wir hatten immerhin eine schöne Bootsfahrt 😊
Donnerstags fand unser "Challenge Day" statt. Dafür haben wir uns in Gruppen eingeteilt und uns jeweils für eine andere Gruppe Aufgaben überlegt, die diese dann in Kampot erfüllen musste. Diesen Tag - der leider einer der heißesten der Woche war - haben wir also in der Stadt verbracht und uns Kampot ein bisschen angeschaut. Wobei mir und meiner Gruppe dafür gar nicht so viel Zeit geblieben ist - wegen der Challenges😅

Freitags haben wir dann schon unsere Sachen gepackt, zumindest einen Teil, denn die letzte Nacht ging es für uns in die Bokor Mountains zum Zelten. Bevor wir dort allerdings angekommen sind, haben wir uns einige Attraktionen in den Bokor Mountains angeschaut, unter anderem ein altes Casino, einen sehr berühmten Wasserfall (der gerade wegen der Trockenzeit kein Wasser führt) und einen wunderschönen Sonnenuntergang am "Heaven's Gate". Nach dem Abendessen sind wir dann zu unserem Zeltplatz gefahren. Er lag direkt an einem See, aber leider konnten wir dort nicht schwimmen gehen, weil die Wasserqualität zu schlecht ist... Dafür haben wir abends ein Lagerfeuer mit Stockbrot gemacht, und Sreng hatte sogar Marshmallows besorgt 😊

Damit ging unsere Woche in Kampot schon zu Ende, zumindest fast. Denn einen Programmpunkt gab es noch: Nach einer Abschlussrunde sind wir zu der Pfefferplantage "La plantation" gefahren, haben eine Führung zum Pfefferanbau in Kampot gemacht und vorzügliches Schokoladen-Pfeffer-Eis gegessen. Dazu ist es vielleicht sinnvoll zu erwähnen, dass der Kampot-Pfeffer weltweit bekannt ist - auch wenn die heute angebaute Pfeffer-Pflanze ursprünglich aus Indonesien stammt.
Der Besuch auf der Pfefferplantage war ein schöner Abschluss für unser Zwischenseminar. Mir hat vor allem die Gemeinschaft unter uns Freiwilligen gefallen. In unserer Freizeit waren wir zum Beispiel häufig im Fluss schwimmen und auch abends haben wir viel zusammen gemacht, Spieleabende oder so. Vor diesem Hintergrund finde ich es ein bisschen schade, dass bei meinem Rückkehrseminar fast niemand aus dieser Gruppe dabei ist. Aber dafür lerne ich dort andere nette Leute kennen🙂.
Nächste Woche geht es mit der Arbeit wieder weiter, aber langweilig wird es nicht, also stay stuned😉



Kommentare