Recap Woche 33: Das Ende der Khmer New Year season
- 30. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Nach den Feiertagen, an denen ja alle frei hatten, bin ich freitags wieder arbeiten gegangen. Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, habe ich das allerdings von zu Hause gemacht, weil sowieso fast niemand im Museum war. Fast alle meine Kolleg:innen hatten sich frei genommen, um die ganze Woche bei ihren Familien in den Provinzen zu verbringen. Ich war auch sehr froh, nicht ins Museum zu müssen, weil es mir noch nicht so 100% gut ging und Homeoffice dann schon entspannter ist 😊
Auch wenn "hinter den Kulissen" niemand da war, war das Museum für Besucher:innen die ganze Woche - auch während der Feiertage - offen.

Samstags habe ich einen entspannten Tag gemacht, um mich in Ruhe auszukurieren und abends haben wir in unserer WG einen Filmabend gemacht. Der Sonntag war ähnlich entspannt. Da habe ich aber etwas besonderes gekocht, weil ich mir dachte: Warum nicht? Ich habe in meiner gesamten Zeit hier noch keine Spätzle gegessen - ich wüsste auch nicht, wo ich sie kaufen sollte - deshalb habe ich kurzerhand Käsespätzle selbst gemacht. Den Käse kann manzwar als kleine Investition bezeichnen😂, aber es hat sich gelohnt, die Käsespätzle sind echt gut geworden😋.

Abends bin ich mit einer meiner Mitfreiwilligen zur Walk Street gegangen, um den letzten Tag der KNY-Feierlichkeiten noch ein bisschen zu nutzen.
Wie genau es dazu kam, weiß ich nicht so genau, aber wir haben bei einem gigantischen Tauziehen mitgemacht. Das war überraschend anstrengend (vor allem bei den hiesigen Temperaturen😅), aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht. Danach haben wir uns eine Tanzaufführung angeschaut. Allerdings hat es dann leider angefangen, zu regnen, weshalb die Fortsetzung auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. So langsam muss ich mich wieder daran gewöhnen, dass es häufiger regnet, denn die Regenzeit steht quasi kurz bevor. Aber dadurch, dass es in den letzten Monaten nicht geregnet hat, habe ich mich total daran gewöhnt und es ist immer wieder überraschend, wenn es regnet😂.
An diesem Sonntag ging Khmer New Year nun wirklich zu Ende. Es ist fast ein bisschen schade, weil es so eine schöne, ausgelassene Stimmung war. Ich fand es total schön, dass sich die gesamte Stadt rausgeputzt hat, überall war dekoriert mit bunten Fähnchen, Sternen, Lichterketten,... Und es war auch total schön zu sehen, dass alle zusammen feiern und eine gute Zeit haben konnten🎉.
Montags habe ich allerdings einen Zeitungsartikel gelesen, der mir eine nicht so schöne Sache wieder ins Gedächtnis gerufen hat. In dem Zeitungsartikel ging es darum, dass es eine neue Babypudermarke gibt, die in Kambodscha produziert - und nicht in Thailand. Diese Marke wurde an KNY am meisten verkauft - denn viele Kambodschaner:innen boykottieren immer noch thailändische Produkte. Über Khmer New Year könnte man glatt vergessen, dass der Konflikt noch existiert, aber an solchen Dingen merkt man doch immer wieder, dass der Konflikt bei den Locals nicht in Vergessenheit gerät.
Montags fing ansonsten die Arbeit wieder an, ganz normal könnte man sagen. Unsere Ausstellung geht voran. Wir sind zwar immer noch mit den Texten beschäftigt, aber es geht vorwärts. Dadurch, dass das exhibition team aber zur Zeit auch mit der Planung und Durchführung der Zeremonie zum 20. Mai sowie dem ersten Jubiläum der Aufnahme von Tuol Sleng, Choeung Ek und dem ehemaligen M-13 in das UNESCO-Weltkulturerbe beschäftigt ist, können meine Kolleg:innen auch nur begrenzt produktiv an den Texten arbeiten. Ich selbst kann bei den anderen beiden Dingen nicht wirklich helfen, deshalb beschäftige ich mich eigentlich ausschließlich mit unserer temporären Ausstellung.
Demnächst schreibe ich wahrscheinlich auch mal einen inhaltlichen Artikel zu unserer Ausstellung, dafür war aber in den letzten Wochen definitiv zu viel los :)



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