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Recap Woche 44: Die Vorbereitungen laufen...

  • 16. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Nach meinem Urlaub letzte Woche bin ich montags wieder ins Museum gegangen. Dort liefen die Vorbereitungen für Samstag schon auf Hochtouren. Was ist am Samstag? Der 11. Juli. An diesem Tag vor einem Jahr wurden Tuol Sleng, M-13 und Choeung Ek in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen🥳 Der Weg dahin war lang - aber am 11. Juli 2025 hat sich die ganze Arbeit bezahlt gemacht, die in den Bewerbungsprozess geflossen ist.

Dementsprechend groß sollte das Jubiläum dieses Tages gefeiert werden - und so eine große Veranstaltung muss gut vorbereitet werden.

Alle Abteilungen des Museums sowie unsere Kolleg:innen von der Gedenkstätte der killing fields in Choeung Ek haben gemeinsam eine Ausstellung entwickelt, die die Geschichte und Arbeit des Museums, sowie auch den Weg hin zum UNESCO-Weltkulturerbe beleuchtet. Diese Ausstellung im Innenhof des Museums bleibt noch ein paar Wochen zu sehen. Sie ist echt schön geworden! Von Choeung Ek und M-13 haben meine Kolleg:innen sogar extra ein 3D-Modell gebaut, nur für das Jubiläum! Es war richtig spannend, dabei zuzusehen 😊

Zum Glück hat es die Woche über nicht geregnet, sodass das Zelt und die ganzen Infotafeln nicht nass geworden sind.

Für den Samstag, also den 11. Juli selbst, ist eine große Auftaktveranstaltung geplant. Davon berichte ich dann im nächsten Wochen-Recap 😉


Leider hat das Jubiläum aber auch dazu geführt, dass alle in der letzten Zeit sehr beschäftigt waren, weshalb die Eröffnung unserer Ausstellung zu den Returnees in den Oktober verschoben wird. Ich werde also nicht mehr dabei sein können😢, was wirklich schade ist. Ich hätte sehr gerne mitbekommen, wie die Ausstellung am Ende aussieht ...

Aus der Perspektive des Museums ist es verständlich, dass die Eröffnung nach hinten verschoben wird, ich finde es trotzdem sehr schade.

Viel mehr als diese neuesten News gibt von zu dieser Woche gar nicht zu berichten😊.

Außer vielleicht, dass es so langsam gar nicht mehr so viel Zeit ist, bis ich zurück nach Deutschland fliege. Für mich ist es noch unvorstellbar, in gerade mal acht Wochen nicht mehr in Kambodscha zu sein. Ich freue mich schon sehr auf das, was mich in Deutschland erwartet, mein Studium etc., gleichzeitig fühlt es sich noch sehr surreal an, wieder in Deutschland zu sein. Oder besser gesagt: Nicht mehr hier in Kambodscha zu sein. Dieses Gefühl hat eine gewisse Ähnlichkeit damit, wie es mir letztes Jahr ging, vor meiner Ausreise nach Kambodscha - und gleichzeitig ist es doch ganz anders.

Die übrigen acht Wochen sind auch eine komische Zeit. Einerseits scheint der Rückflug schon total nah zu sein (im Rückblick wird die Zeit auch wie im Flug vergangen sein), gerade im Verhältnis dazu, dass wir ein ganzes Jahr hier verbracht haben, ist es auch wirklich nicht mehr lang. Andererseits sind acht Wochen noch eine lange Zeit, in der man noch viel machen kann. Für mich werden sie auf jeden Fall sehr spannend, denn im Museum finden noch zwei Projekte statt, an denen ich teilnehmen werde. Dennoch fange ich schon an zu überlegen, welche Dinge ich nochmal machen möchte, bevor ich nach Deutschland fliege, wen ich nochmal treffen möchte etc. Vor allem meine Liste mit Essen, das ich vor meinem Rückflug nochmal essen (oder teilweise sogar zum ersten Mal probieren😂) und auch selbst kochen möchte, ist recht lang, deshalb beginne ich schon damit, sie "abzuarbeiten" 😊

Und noch etwas: Ich hatte ja in einem meiner letzten Blogartikel erwähnt, dass ich mich ein bisschen an der kambodschanischen Küche probiere. Das Foto in der Mitte ist von einem Streetfood-Stand, also nicht selbstgemacht 😅, die anderen beiden Sachen schon:

Das Bild auf der linken Seite ist Tapioka-Pudding mit Mango und Passionsfrucht. Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob Tapioka-Pudding in der Form eigentlich aus Kambodscha kommt - die Maniokwurzel, aus der Tapiokastärke und auch die Tapiokaperlen gewonnen werden, aber schon. Unabhängig davon schmeckt der Pudding in Kombination mit Mango und Passionsfrucht ausgezeichnet 😋

Auf der rechten Seite habe ich cha kroeung gekocht. "kroeung" ist die Bezeichnung für eine Gewürzmischung aus Zitronengras, Turmerik, Knoblauch, Kaffirlimettenblättern und Galangal, die in einem Mörser klein gehackt werden. Am Anfang unseres Jahres haben wir das selbst gemacht, als wir mit Sreng zusammen Amok gekocht haben. Dieses Mal habe ich die fertige Mischung auf dem Markt gekauft. Mit Tofu, grünem Paprika und thai Basilikum in der Pfanne gebraten wurde das kroeung zu cha kroeung, also gebratenem kroeung. Normalerweise wird es mit Hühnchen gegessen, ich habe lieber Tofu genommen. Am Ende habe ich es noch mit ein paar Sesamsamen getoppt und, was soll ich sagen - es war formidable 😊


2 Kommentare


Désirée
18. Juli

Liebe Elisabeth,

es ist immer wieder schön von deinen Erlebnissen zu lesen.

Wie schnell die Zeit vergeht! Man muss wirklich jeden Augenblick genießen.

Während ich den letzten Eintrag gelesen habe, kam mir wieder die Idee, ob du nicht einen Diwan Abend machen möchtest und in der Schule eine Zusammenfassung deiner Erlebnisse vorstellen möchtest.

Ich glaube, wir hatten das Thema schon einmal angesprochen.

Es wäre auf jeden Fall eine tolle Sache und muss ja nicht sofort sein, sondern in deinem Tempo👍

Ich freue mich für dich, dass es dir gut geht und bin schon gespannt auf den nächsten Artikel.

Herzliche Grüße von der Bergstraße

Désirée

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elli
21. Juli
Antwort an

Liebe Désirée,

vielen Dank für deine liebe Nachricht, es freu mich sehr, von dir zu hören 😊

Wer weiß, vielleicht kommen ja demnächst Neuigkeiten in Sachen Diwan-Abend😉

Ganz liebe Grüße,

Elisabeth🙂

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