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Recap Woche 45: Der 11. Juli

  • 23. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

In meinem letzten Wochen-Recap habe ich ja schon angekündigt, dass diesen Samstag groß gefeiert wurde im Museum. Anlässlich des ersten Jahrestags zur Aufnahme von Tuol Sleng, Choeung Ek und M-13 in das UNESCO-Weltkulturerbe gab es eine große Veranstaltung mit vielen offiziellen Gästen, bei der eine Jubiläumsausstellung eröffnet wurde. Diese hat das gesamte Team des Museums sowie unsere Kolleg:innen von Choeung Ek in den letzten Wochen vorbereitet und installiert.

Neben zwei 3D-Modellen von M-13 und Choeung Ek, die eigens für das Jubiläum angefertigt wurden, beschäftigt sich die Ausstellung vor allem mit dem Erinnern selbst. Thematisiert werden unter anderem der Prozess zur Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe, die Aufbewahrung von Dokumenten im Archiv sowie die Konservierung von Kleidungsstücken und weiteren Objekten oder die Aktivitäten des Education teams. Dazu zählen Workshops für Schulklassen sowie Lehrkräfte und außerschulische Bildungsprogramme und Projekte für Studierende (bspw. das Research Program, an dem ich auch teilgenommen habe).

Vielleicht können sich einige noch daran erinnern, dass ich relativ am Anfang meines Jahres, im November, mit Gemälden von einem Überlebenden des Khmer-Rouge-Regimges gearbeitet habe. Diese haben zwar keine eigene Ausstellung bekommen, dafür aber einen sehr geeigneten Platz in dieser Jubiläumsausstellung gefunden. Leider kennen wir bis heute nicht von allen Bildern den Titel oder die genauen Hintergründe. Das schmälert aber nicht ihre Wirkung. Einige der Gemälde Ngeth Sims sind auf seiner Webseite veröffentlicht, ein paar davon sind jetzt wie gesagt im Besitz des Museums. Wer sich dafür interessiert, findet hier die Webseite von Ngeth Sim https://ngethsim.wordpress.com/.

Nach der Auftaktveranstaltung sind einige meiner Kolleg:innen nach Hause gegangen. Ich hatte noch Schicht am Nachmittag Aufsicht zu führen. Dafür hatte ich am Sonntag frei, an dem meine Kollegin die Aufsicht übernommen hat 😊



Das ist die perfekte Überleitung, denn am Sonntagnachmittag war ich mit ein paar meiner Mitfreiwilligen auf Koh Dach, der Seideninsel. Diese Insel liegt ein bisschen nördlich von Phnom Penh und ist von da aus mit einer Überfahrt über den Mekong erreichbar. Wie der Name schon sagt, ist Koh Dach sehr bekannt für die Seidenproduktion dort, viele Familien leben noch heute davon.

Auf der Insel haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und eine kleine Fahrradtour gemacht. Das ist die einfachste und schönste Möglichkeit, die Insel zu erkunden. Zwischenzeitlich hatten wir ein bisschen Angst, geduscht zu werden - der Regen kann hier bekanntlich sehr plötzlich kommen - aber wir hatten Glück und sind nicht nass geworden 😊

Das rechte Bild zeigt einmal Seidenraupen und einmal die Kokons der Raupen, aus denen die Seide schließlich gewonnen wird. Besonders beeindruckend ist das Weben, wenn die gefärbten Fäden zu einem Stoff verarbeitet werden. Ich habe echt Hochachtung davor, sich das Muster einzuprägen, und die Fäden entsprechend einzustellen, damit das Muster am Ende auch so aussieht, wie es aussehen soll!

Es war ein sehr schöner Nachmittag 🙂



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