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Recap Woche 8: Am Royal Palace

  • 11. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Mai

Ich fange mal mit dem Samstagabend an: Wir haben Sreng zum Abendessen bei uns eingeladen. Zur Feier des Tages haben wir Kartoffelpuffer und Süßkartoffelpuffer mit Apfelmus gemacht. Das war zwar sehr viel Aufwand, aber es hat sich gelohnt! Und es war schön, die Freiwilligen, die nicht in Phnom Penh wohnen, mal wiederzusehen, die haben uns nämlich über das Wochenende besucht.


Ansonsten habe ich am Wochenende wieder am Research Programm teilgenommen. Samstags haben wir zunächst einen Vortrag zu Geschichtsforschung allgemein gehört. Danach haben wir uns damit beschäftigt, welche Themen wir gerne erforschen möchten und uns dementsprechend in Gruppen eingeteilt. In diesen Gruppen werden wir dann am Ende auch die Buchkapitel schreiben. Meine Gruppe beschäftigt sich mit der Schule bzw. Bildung allgemein, sowie mit der Ideologie der Roten Khmer. Ich bin schon sehr gespannt, was wir dazu herausfinden können.

Da das Programm sonntags immer nur halbtags stattfindet, bin ich mit ein paar anderen Teilnehmenden nach dem Programm noch in der Stadt gewesen. Zuerst waren wir im Bophana Research Center, das ist eine Einrichtung, die viele multimediale Zeugnisse der Roten Khmer, vor allem Filme, aufbewahrt und zugänglich macht.

Aktuell gibt es dort eine Fotoausstellung mit Fotografien von Kim Hak, die jene Gegenstände in den Fokus rücken, an denen die Menschen unter den Khmer Rouge festgehalten haben - obwohl jeglicher Privatbesitz verboten war. Darunter sind Schmuck, Fotos oder auch Briefe. Viele versteckten solche Gegenstände unter der Kleidung oder in der Wohnung, manche vergruben sie auch im Garten.


Nach einem gemeinsamen Mittagessen haben wir eine Sonderausstellung im Sosoro-Museum zu den Gemälden der Silberpagode besucht. Diese Pagode ist ziemlich bekannt, weil sie neben dem königlichen Palast steht. Neben einem Fußboden aus über 5.000 Silberfliesen – die ihr den Namen geben – und den zwei wahrscheinlich teuersten Buddha-Statuen in ganz Kambodscha ist die Silberpagode von einer Mauer umgeben, die auf mehr als 600 m den Gründungsmythos Kambodschas darstellen. Um eben diese Gemälde aus dem frühen 20. Jahrhundert dreht sich die Ausstellung im Sosoro-Museum.

Anschließend haben wir den Royal Palace besucht und uns die Gemälde auch in echt angeschaut 😉. Der Palast und das Gelände sind auf jeden Fall sehenswert, die Gebäude sind sehr beeindruckend! Allerdings gibt es ein Gebäude, das – wie ich finde – weder farblich noch stilistisch in das Gesamtbild passt. Warum? Der Napoleon Pavillon wurde, wie der Name schon vermuten lässt, in französischem Stil gebaut und ist auch unter dem Namen „maison de fer“ bekannt, wörtlich übersetzt „Haus aus Eisen“, weil eben eine Stahlkonstruktion zugrunde liegt. Soweit ich weiß, wurde der Napoleon Pavillon in den 1860ern als Geschenk von Napoleon III. an den kambodschanischen König Norodom gebaut.


Zum Abschluss des Tages sind wir auf der Walk Street entlanggelaufen. Das ist eine Straße rund um den Royal Palace, die jeden Samstag- und Sonntagnachmittag für den Verkehr gesperrt wird. Stattdessen gibt es viele Stände, an denen man essen und andere Dinge kaufen kann. Dort haben wir Khmer noodles gegessen. Effektiv sind es Nudeln mit Soße, es sind aber keine Weizen- und auch keine Glas- oder klassische Reisnudeln und die Soße hatte etwas von einem Curry finde ich. Obendrauf gab es noch ein paar Kürbisblüten. Das war echt lecker!

Die Woche über haben wir im Museum an der Ausstellung weitergearbeitet, so viel Neues gibt es dazu nicht. Mittwochs war Feiertag, denn am 29. Oktober 2004 wurde der aktuelle König Norodom Sihamoni gekrönt. Den Nachmittag habe ich genutzt, um kulinarisch etwas Neues auszuprobieren: fried bananas. Gegessen habe ich sie schon ein paar Mal, selbst gemacht noch nicht. Deshalb dachte ich mir, ich probiere das mal, so schwer kann es ja nicht sein. So ganz hat das allerdings nicht funktioniert, bei mir sind es eher Bananenpfannkuchen geworden als fried bananas… Versuch Nummer 2 wartet 😉

Zur Feier des Tages gab es abends noch ein Feuerwerk an der Riverside (die ist auch am Royal Palace), das ich mir natürlich nicht habe entgehen lassen. Irgendwie interessant fand ich, dass das Feuerwerk vom Fluss aus gezündet wurde. Ich meine, es ergibt schon Sinn, aber ich wollte es trotzdem erwähnen. Das war ein schöner Abend 😊

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